Hornfelsbruch in der Obrońców-Pokoju-Straße in Karpacz (Krummhübel)
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Hornfels ist ein Gestein, das durch Einwirkung des heißen Granitmagmas auf Glimmerschiefer entstanden ist. Es ist in sie vor ca. 320 Millionen Jahren eingedrungen. In der Kontaktzone von Magma und umliegenden Felsen kam es zu ihrer Metamorphose. Das Magma wirkte auf sie vor allem durch die Temperatur, höher als 600˚ C, aber auch durch den Druck und mineralische Lösungen. Diese Faktoren führten dazu, dass manche Mineralien, die Glimmerschiefer bildeten, geschmolzen sind und andere, an ihrer Stelle entstandene, das neue Gestein bildeten – nämlich Hornfels. Es setzt sich außer den für Glimmerschiefer typischen Mineralien auch aus solchen zusammen, die in hoher Temperatur und bei niedrigem Druck kristallisieren, wie Andalusit und Cordierit (fast vollständig in Pinit umgewandelt), weniger Pyrit und Turmalin. Diese Vorgänge fanden ca. 8-10 km unter Tage statt.
Spätere Prozesse von Felsenverwitterung, Erosion und Aufschiebung führten zur Enthüllung und Erscheinung auf der Erdoberfläche, sowohl des als Granit erstarrten Magma, als auch der Gesteinen, in die es einst eingedrungen ist. Da Hornfelsen verständiger gegen Verwitterung, d.h. zerstörende Wirkung von Wasser und Luft, als umliegende Granite, Schiefer oder Gneise sind, bilden sie in der Landschaft gewölbte Formen - z.B. Śnieżka (Schneekoppe), Studniční hora (Brunnberg), Luční hora (Hochwiesenberg), Kozí hřbety (Ziegenrücken).
Ein achtsamer Beobachter bemerkt einen Unterschied zwischen hiesigen Hornfelsen und diesen von Śnieżka (Schneekoppe) oder Wysoki Grzbiet Izerski (Hoher Iserkamm). Dortige Felsen ähneln stark gefalteten Schiefern mit länglichen, auch gefalteten Quarzlinsen. Manchmal kann man in ihnen mit unbewaffnetem Auge Lamellen von glitzernden Glimmer, sowie Kristalle anderer Mineralien sehen. Hier in Karpacz (Krummhübel) sehen Hornfelse etwas anders aus, da der Quarzkristallisationsprozess in ihnen die Eigenschaften des Schiefergesteins verwischte und die Form eines massiven, grau-grünlich-blauen Felsens, Serpentinit ähnlich, gab. Nur mit Mühe kann man in ihnen Spuren der Quarzlinsen erahnen, die wie verschwommen erscheinen. Vielleicht ist diese zusätzliche Metamorphose damit verbunden, dass das hier zu sehende Gestein ein Teil von sog. Hornfelsscholle, d. h. von abgesondertem Schutzfelsenklumpen ist, der ins Granitmagma versank, als es von der Tiefe durch Glimmerschiefer herausdrang.
Die Beobachtung der Kristalle jeweiliger Mineralien, die den Hornfels bilden, ist innerhalb des Anbruchs nicht möglich, da sie hier sehr kleinkörnig sind. Man kann dagegen Spuren von verschiedenen Prozessen sehen, denen das Gestein seit seiner Entstehung unterlag. Es sind vor allem zahlreiche Brüche, die in unterschiedliche Richtungen verlaufen. Die Bruchfläche ist manchmal glatt mit seichten, länglichen, parallelen Einschnitten, die Rissen ähneln. Es handelt sich um Spuren der gegenseitigen Gesteinsbewegungen, also Verwerfungen.
Seitdem das Gestein im Bruch enthüllt worden ist, liegt es intensiven Verwitterungsprozessen unter. Die Einwirkung der wechselhaften Lufttemperatur, Feuchtigkeit und Frost verursacht, dass die Gesteinsoberfläche fängt an zu verfallen. Ihre Farbe wird heller, manchmal zerbröckelt das Gestein oder kleine Schuppen von ihm fallen ab. Darüber hinaus wirken sich die Pflanzen negativ aus, vor allem Bäume, die in die Klüfte ihre Wurzeln schlagen, die mit der Zeit wachsen und das Gestein zerfällt in Stücke.
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